Ford Transit Fahrgestell Modifikationen
Im folgenden habe ich die Modifikationen, welche ich direkt am Ford Transit Fahrgestell durchgeführt habe, etwas dokumentiert. Vielleicht hilft dir das ja.
Unser Fahrgestellt (die Basis des Wohnmobils) basiert auf einen Ford Transit Pritsche aus dem Baujahr 2022 (Modell V363 FWD).
Der Ford Transit ist an sich ein sehr robustes, komfortables Fahrzeug. Wir sind sehr zu frieden damit. Leider ist das Basisfahrzeug nicht für ein Wohnmobil gedacht. Einmal ist das Fahrzeug dafür ausgelegt viele lange Strecken zu fahren. Daher in kurzer Zeit viele km abzuspulen. Und anderer Seits ist auch nicht vorgesehen, dass viel Wasser über die Windschutzscheibe abgeführt werden muss. Bei Transporter oder anderen, fließt das Hauptwasser seitlich ab. Ein Wohnmobil hat konstruktionsbedingt aber eine viel größere Dachfläche und das meiste Wasser kommt nach vorne und hinten weg.
Aus diesem Grund gab es mehrere Wasserprobleme. Bzw. viele haben diese Probleme mit Wohnmobilen auf Ford Transit Basis.
Probleme die bei uns aufgetreten sind:
- Wassereintritt im Beifahrer Fußraum (wurde durch Ford Garantie behoben)
- Wassereintritt im Motorraum und dadurch flutung der dortigen nicht 100% dichten Elektronik
- Wasserentritt auf die Injektoren. Mit der Zeit verrosten diese und gehen kaputt.
- Geräuchdämmung im Hohlraum saugte sich voll Wasser
- Kondenzwasser am Steuergerät (wurde durch Ford Garantie behoben)
Wassereintritt im Beifahrer Fußraum
Wir hatten das Problem, dass plötzlich bei Regen der ganze Beifahrer-Fußraum unter Wasser stand. Das Problem wurde mittels Umbausatz durch die Fordwerkstatt auf Garantie behoben. Das Wasser kam durch die in der Motorhaube befindliche Lüftungsschlitze rein. Normalerweise sind in der Lüftung entsprechende Wasserabläufe verbaut, um zu verhindern, dass das Wasser durch die Klimanalage in den Innenraum gelangt. Bei uns haben diese aber nicht funktioniert. Hier hatte Ford nachgebessert.
Wassereintritt im Motorraum und dadurch Flutung der dortigen nicht 100% dichten Elektronik
Durch die großen Wassermassen vom Dach des Wohnmobils läuft die „Regenrinne“ im Bereich der Scheibenwischer über und das Wasser läuft in den Motorraum. Rechts und Links an der Rinne sind jeweils 2 Abläufe. Auch hier kann Wasser überlaufen und in den Motorraum gelangen. Gerade wenn diese kleinen Löcher verstopft sind.
Aus diesem Grund habe ich die Regenrinne mit Sikaflex einmal komplett abgedichtet. Außerdem habe ich im Innenraum den Elektronikstecker mit einer Tüte und Kabelbinder vor Wassereintritt von oben abgedichtet.
Wasserentritt auf die Injektoren. Mit der Zeit verrosten diese und gehen kaputt.
Durch die großen Wassermassen vom Dach des Wohnmobils läuft die „Regenrinne“ im Bereich der Scheibenwischer über und das Wasser läuft in den Motorraum. Rechts und Links an der Rinne sind jeweils 2 Abläufe. Auch hier kann Wasser überlaufen und in den Motorraum gelangen. Gerade wenn diese kleinen Löcher verstopft sind.
Im mittleren Bereich der Motorhaube läuft das Wasser dann auf den Motor und dann auf die Injektoren. An sich ist das nicht so schlimm. Aber mit der Zeit, gerade bei längeren Stillständen verrosten dann die Injektoren und gehen frühzeitiger kaputt.
Daher gibt es im Internet einige, die sich mittels Bleche oder 3D Drucker eine Wanne erstellt haben und diese darüber verbaut haben. Mittels Schlauch wird dann das Wasser aufgefangen und vom Motor weg geleitet. So bleibt alles schön trocken.
Die 3D Druck-Teile stehen unter Lizenz. Ich habe diese erworben, darf sie aber nicht weitergeben. Aber im Facebook Ford Transit Wohnmobil Forum findet man den Menschen, der diese verkauft. Auf Wunsch druckt er einem die Wanne auch. Außerdem gibt es einen Engländer, der diese Wanne aus Stahlblech herstellt. Beides funktioniert sehr gut.
Geräuchdämmung im Hohlraum saugte sich voll Wasser
Das Wasser der „Regenrinne“ im Bereich der Scheibenwischer läuft Rechts und Links in die Karosserie des Ford Transits. Zur Geräuchdämmung sind dort Schaumstoffkissen eingebracht. Diese sind aber bei fast allen Wohnmobilen nutzlos und auch bereits ab Werk kaputt.
Sie saugen sich dann mit Wasser voll und mit der Zeit fängt dort die Karosserie an zu gammeln. Am besten ist es wenn man diese entfernt. Lauter wird das Wohnmobil dadurch nicht. Wir haben zumindest keinen Unterschied feststellen können.
Man kann die Schaumstoffkissen ganz einfach nach oben raus ziehen.
Kondenzwasser am Steuergerät (wurde durch Ford Garantie behoben)
Im Innenbereich auf der Fahrerseite befindet sich unter dem Amaturenbrett das Steuergerät und der Sicherungskasten. Bei einem Wohnmobil entsteht oft sehr viel Feuchtigkeit über Nacht, welche sich an der großen Windschutzscheibe ansammelt und dort herunterläuft. Das Wasser läuft dann innen zwischen Amaturenbrett und Scheibe runter. Auf der Fahrerseite tropft es dann auf das Steuergerät und zerstört dieses.
Ford hat hierzu eine „Ablaufrinne“ entwickelt, welche über das Steuergerät eingebaut wird und das Kondenswasser ableitet. Das tropft dann in den Fußraum und verdunstet dort wieder. Leider ist das nicht bei allen Wohnmobilen ab Werk verbaut. Der Wohnmobilhersteller muss das aktiv mitbestellen. Die Nachrüstung geht aber meist auf Ford-Garantie. Man kann sie aber auch selbst durchführen. Aber der Einbau ist sehr eng und fummelig. Bei mir hat das Ford übernommen.




